Special: Autorennen als Killerspiele?

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Special: Autorennen als Killerspiele?
Beckstein im Interview mit gamaXX


von: Andreas Lober

gamaXX: Müssten nicht auch wegen dieser anderen Faktoren Maßnahmen getroffen werden? Was schlagen Sie hier vor?


Dr. Günther Beckstein: Wir brauchen neben dem Verbot von Killerspielen eine Stärkung von gewaltpräventiven Maßnahmen. Hier ist nicht der Staat allein gefordert, sondern auch die Eltern. In Bezug auf den Umgang mit Computern in Kinderzimmern, fehlt Eltern oft schlichtweg das technische Know-How. Sie wissen nicht, was ihre Kindern tun, wenn sie sich stundenlang an den PC im Kinderzimmer zurückziehen. Hier gilt es, die Medienkompetenz der Eltern aber auch der Kinder zu fördern. Dazu gibt es erfreulicherweise auch unter Einbindung von Online-Anbietern und auch Spieleherstellern bereits Initiativen. Eine habe ich erst kürzlich in einer Pressekonferenz vorgestellt. Auch darüber habe ich mit Herrn Zeitner von EA gesprochen.

gamaXX: Sie schlagen vor, § 131 des Strafgesetzbuches neu zu fassen. Inwiefern halten Sie die bisherige Vorschrift für nicht ausreichend? Sie scheint sich doch bisher bei anderen Medien bewährt zu haben.

Dr. Günther Beckstein: § 131 Strafgesetzbuch ist in der bisherigen Fassung nicht auf Computerspiele zugeschnitten. Es gibt in der Praxis bislang außerordentlich wenige Anwendungsfälle auf Killerspiele. § 131 StBG muss so ergänzt werden, dass Herstellung und Vertrieb von menschenverachtenden Killerspielen wirksam unterbunden werden können.

gamaXX: Nach der von Ihnen vorgelegten Arbeitshypothese soll vor allem die bisherige Einschränkung entfallen, nach der das Verbot erst greift, wenn die Darstellung die Gewalt verherrlicht oder verharmlost. Entscheidend soll es künftig nach Ihrem Vorschlag auf die Handlung des Spielers ankommen. Dabei schlagen Sie vor, dass es darauf ankommen soll, ob es das Spiel ermöglicht, grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben. Welche Fälle wollen Sie damit erfassen, die bisher nicht erfasst sind?

Dr. Günther Beckstein: Die besondere Problematik bei Killerspielen liegt darin, dass anders als bei der passiven Rolle des Zuschauers bei Filmen der Spieler hier aktiv ins Geschehen eingreift und erst durch seine eigene Aktivität die menschenverachtende Darstellung auslöst. Dadurch steigt bei labilen Persönlichkeiten die Gefahr, dass sie sich mit dem Spieleinhalt so identifizieren, dass sie solche Erlebnisse auch in die reale Welt tragen. Deshalb ist eine Änderung des Straftatbestandes § 131 StGB notwendig.

gamaXX: Nehmen wir als Beispiel ein Autorennspiel. Ich setze mich ans Steuer von Michael Schumachers Ferrari und provoziere bewusst Unfälle. Eine grausame Gewalttat?

Dr. Günther Beckstein: Wenn es ein Autorennspiel gibt, bei dem die bewusste Herbeiführung eines Unfalls Szenen auslöst, in denen menschliche Körper zerfetzt werden und abgerissene Körperteile detailgetreu dargestellt werden, wie das in einigen Killerspielen der Fall ist, dann halte ich das auch für problematisch, wenn die Rahmenhandlung in einem Autorennen besteht.

gamaXX: Anderes Beispiel: Ein Fußballspiel. Ich setze die Blutgrätsche ein? verboten?

Dr. Günther Beckstein: Ich kenne kein Fußballcomputerspiel, bei dem es darum geht, Menschen abzuschlachten. Wenn aber ein solches auf den Markt kommen sollte, wäre auch das nicht hinnehmbar. Menschenverachtende Gewaltdarstellungen sind unabhängig von dem Anknüpfungspunkt der Spielhandlung ethisch verwerflich.
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Kommentare zum Artikel

eine Unklarheitvon gX|daichen, am 22.12.2006, 23:16
Das mit den Interview war eine tolle Idee aber, etwas versteh ich nicht

Dr. Günther Beckstein: "... Über die gefährliche Wirkung von Killerspielen gerade auf labile Charaktere gibt es in der Wissenschaft aber keine ernsthaften Zweifel. ..."

gamaXX: Müssten nicht auch wegen dieser anderen Faktoren Maßnahmen getroffen werden? Was schlagen Sie hier vor?

Dr. Günther Beckstein: "Wir brauchen neben dem Verbot von Killerspielen eine Stärkung von gewaltpräventiven Maßnahmen. Hier ist nicht der Staat allein gefordert, sondern auch die Eltern. ..."
In diesen Statement sagt der Herr Beckstein nur, dass die Eltern aufpassen müssen und die Spiele verboten werden müssen, aber er sagt nix zu den "labile Charaktere" vielleicht müssten da auch die Ansätze gemacht werden. Vielleicht wäre es einfach nur gut wenn man Beratungsstellen einrichten würde wo sich Jugendliche die gemoppt werden oder nervlich sonst "fertig" sind hin wenden können. Dieses Anlaufstellen müssten dann auch öffentlich bekanntgegeben werden, dass jeder Jugendliche die Chance auf eine Beratung hat.

Man kann ich meinen Augen für alle Deutschen nix verbieten, nur weil es labile Leute gibt, die damit nicht umgehen können...
Im Fernsehen wird auch soviel gewaltverherlichendes Matriall gezeigt, nur man kann nicht nachweißen wer wann was geguckt hat und bei Computerspielen sieht man er hat das Spiel auf den Rechner (wie 4 Millionen andere Deutschen) und deswegen wurde er zum Amokläufer

Sorry aber das Verstehe ich nicht ;)

Grüße
Sebastian 'daichen' Preuß
zweifelhaftes Urteilsvermögenvon Ru$}{ouR, am 23.12.2006, 13:47
Ich persönlich zweifle ja an der Beurteilungskraft des Herrn Beckstein zum Thema Gewalt/Killerspiele.

Wie kann es sein das sich jugendliche und junge Erwachsene Spiele viel schwerer beschaffen können als Drogen oder Waffen. Wie kann es sein das Computerspiele teuerer sind als eine Tüte Marihuana.

Die aussage das "Killerspiele" die Hemmschwelle für Gewalt bei labilen Charakteren senken mag zwar begründet sein aber wie stark senken den Drogen die Hemmschwellen!? Was man noch dazu beachten sollte haben Drogen auf alle Menschen, egal ob labil oder nicht, denselben Einfluss.

Ist es nicht bewiesen, dass den Soldaten in Israel Marihuana gegeben wird um ihre Nerven zu beruhigen und so weiter Mensch töten zu können?

Ich bin der Meinung, dass man im Kampf gegen Gewalt nicht irgendeinen Sündenbock suchen sollte der nach so vielen wissenschaftlich glaubwürdigen Studien den geringsten Einfluss auf uns ausübt und sogar positive Eigenschaften mit sich bringt, sondern sich den bekannten Ursachen verstärkt widmen muss. Wie z.B. Gewalt an Schulen, häuslicher Gewalt und dem viel zu leichten Zugang zu Drogen und Waffen.

Des Weiteren Gefährdet man mit einer solchen Haltung einen Wirtschaftszweig in Deutschland welcher Steuerabwerfende Arbeitsplätze schafft. Bekommt der Herrn Beckstein Erlöse aus dem Handel mit Drogen?

Was sie anstreben kömmt immer mehr einer Medienzensur wie wir sie in Nordkorea haben gleich. Nach ihrer Philosophie sollte man gleich das Internet in ganz Deutschland verbieten den es lässt sich sowohl Kinderpornografie, brutale Gewaltspiele, rassenfeindliche Schriften sowie anarchistische Propaganda finden.

Und wenn wir es schon soweit treiben wollen müssten wir ja auch gleich noch bei der Pressezensur weiter machen und uns die wohl bekannteste deutsche Tageszeitung die BILD her nehmen. In der wir täglich blutige Bilder und unbekleidete junge Frauen zwischen 18 und 25 finden.

Mit all diesen Beispielen lässt sich zeigen, dass der Herr Beckstein einen viel zu ausgeprägten Tunnelblick für die Ursachen von Amokläufen entwickelt hat und sich nicht mit dem gesamten Spektrum befassen will.

mfG

Gerald „Ru$}{ouR“ Paul
von Master_Jay, am 23.12.2006, 17:15
Der gute Herr Beckstein sollte sich den alten Spruch "Wer keine Ahnung hat, soll einfach mal die Fresse halten" merken. Und der gute Herr hat ja auch nur seeeeehhhr sehr dürftig auf die Interviewfragen geantwortet und wich den Fragen gekonnt aus. Beckstein und die anderen Hobbygegner sollten unbedingt ein "Killerspiel" (ich hasse dieses Unwort) anspielen, weil die Wahrnehmung darin nunmal wirklich völlig anders ist, als wenn man nur Spielszenen, die komplett aus dem Zusammenhang gerissen sind, sieht.
von gX|Sdtmog, am 23.12.2006, 20:03
Und der gute Herr hat ja auch nur seeeeehhhr sehr dürftig auf die Interviewfragen geantwortet und wich den Fragen gekonnt aus.

Das zeichnet einen guten Politiker ja aus ...

Ich bin wirklich absobut kein Fan von Herrn Beckstein oder seiner radikalen Linie, aber das Interview hat er meines Erachtens nach ganz souverrän gemeistert - gestellten Fallen wich er gekonnt aus ohne jedoch substanzlos zu werden ... Hut ab.
von Silas89, am 25.12.2006, 23:51
Zitat:
Ihr Argument, man müsse selbst Killerspiele gespielt haben, um beurteilen zu können, dass abstoßende Gewaltdarstellungen in den Spielen menschenverachtend sind, ist falsch. Sie wollen doch wohl auch nicht ernsthaft behaupten, dass jemand selbst einen Bankraub begehen muss, um beurteilen zu können, ob dieses Verhalten strafbar ist.

Das mit dem Banküberfall hat gar nichts damit zu tun. Wenn man ein Killerspiel spielt erkennt man ja nicht, dass das strafbar ist, bzw. man sieht, dass das nicht die Realität darstellt.


"Killerspiele" gehören nun mal zum Alltag der Jugend und jemand, der etwas labil ist spielt diese villeicht eher. Ich denke, dass einer der "Killerspiele" spielen will unter Umständen etwas labil ist, nicht, dass das Spiel das verursacht.

"Killerspiele" sind halt neu und die Jugend spielt sie, das hat logischerweise die Konsequenz, dass die Alten sie blöd finden, der Inhalt spielt da kaum eine Rolle. Rassismuss genügt nicht, Jugendhass muss auch sein.
Die drei ???von Erbrochenes, am 27.12.2006, 20:59
1. KILLERSPIEL...??! was soll das überhaupt sein? sollen jetzt alle gesetze und vorschriften nur den "schwächeren" angepasst werden? z.b. einige leute sind psychisch labil?
ok, lasst uns "killerspiele* verbieten! WAS?? andere leute rauchen? Oh Gott, die armen Nichtraucher! RAUCHVERBOT! Und das ganze andere regelwerk unserer "wertvollen" gesellschaft... nur weil einige menschen pervers oder meschugge sind dürfen andere unter einschränkungen leiden! ist irgendwas überhaupt noch normal? jeder ist in seiner freiheit beschnitten, die menschen werden doch absichtlich dumm gehalten, jetzt wollen die oberen auch noch den Cyberspace kontrollieren! "du darfst dies nicht, das nicht, jenes nicht; du darfst maul halten und steuern zahlen" STEHT AUF LEUTE WEHRT EUCH DAGEGEN! BLEIBT NICHT SITZEN UND SCHAUT ZU WIE IRGENDWELCHE MENSCHEN EURE ZUKUNFT BESTIMMEN!!!
Warum?von Unregistrierter User, am 06.03.2007, 21:22
Eine Frage:

Deutschland hat den strengsten Jugendschutz in sachen Spiele und Medien als kaum ein anderes Land auf dieser Welt, aber WARUM kommt es (mal abgesehen von der USA) gerade in Deutschland häufiger zu "Amokläufen" als zum Beispiel in Österreich,Schweiz,England, etc.
Man sollte auf die "sozialen" Probleme der Menschen eingehen, also Drogen,Alkohol, etc.
Ach ja, Herr Beckstein vergrault sicher mindestens 300 000 Wähler
( sogenannte "Killerspieler"). Wer den sachlich recherchierten Bericht von "Wunderwelt Wissen" gesehen hat, weiß einigermaßen WARUM die Spieler so gegen ein Verbot protestieren. Wer ihn nicht gesehen hat, findet ihn sicher auf Youtube oder Myvideo.

Mfg Ario32
Oh jeh.von Unregistrierter User, am 06.03.2007, 22:43
Wann wird der alte denn endlich ins Heim gebracht? Dieser Realitätsverlust ist ja erschrecken!
Doppelmoral und Kalkülvon Unregistrierter User, am 07.03.2007, 01:47
Beckstein stellt fest, dass die Ursachen von Gewalt nicht monokausal in (bestimmten) Computerspielen zu suchen sind. Allerdings lässt er nicht erkennen, wie er die anderen Ursachen zu bekämpfen gedenkt. Er greift nur die Computerspiele heraus, was insbesondere in seiner (potentiellen) Wählerschaft Anklang finden dürfte.

Als Politiker geht er sonst nur das Risko ein, seinem Ruf zu schaden. Doch er nutzt die Unwissenheit aus und übernimmt eine Meinungsführerschaft, die er sich genau deshalb leisten kann. Die Wähler, die sich hinreichend auskennen, sind ohnehin nicht seine Wählerschaft, daher kann er seinen Ruf dort gelassen (gelinde gesagt) strapazieren.

Interessant finde ich nur, dass praktisch zeitgleich die CDU/CSU gegen Rauchverbot in Gaststätten auftritt. Dort sind die Folgeschäden durch Passivrauchen - anders als bei vorliegender Thematik- sehr gut dokumentiert und allgemein anerkannt. Insbesondere auch wegen dieser doppelbödigen Dopplemoral (siehe Nähe zu Jägern und Schützenvereinen, mit realen Waffen und realem Totschießen) kann ich rational nur feststellen: Absolut nicht wählbar und hochgradig dem Image der Politik insgesamt schadend.
Naja ..von Unregistrierter User, am 07.03.2007, 11:52
anscheinend, werden alle Menschen die sich entschließen Politiker zu werden einer Gehirnoperation unterzogen, in der genau die Gehirnregion entfernt wird, die für die Wahrnehmung der Realität zu ständig ist.

Sowas Realitätsfernes hab ich noch nich erlebt. Sollte es jemals soweit kommen das sich so unsäglich dumme Menschen wie der herr Beckstein politisch durchsetzen, werde ich Deutschland den Rücken kehren und auswandern.

mfg
Lasst euch nicht entmündigenvon Unregistrierter User, am 08.03.2007, 09:38
Ich denke blos weil es ein paar kranke Menschen gibt,(ich meine das ernst, Amokläufer sind krank, und währe die Krankheit vorher erkannt worden hätten sie und einige andere Menschen überlebt) kann man nicht die gesamte Bevölkerung eines Landes entmündigen !

Man kann Geistig erkrankte Menschen unter vormundschaft stellen, aber bis eine Krankheit festgestellt wird sollte jeder Volljährige Mensch sein handeln frei wählen können solange er/sie nicht andere stört oder gefährdet !

Da Dr. Beckstein uns allen vorschreiben will was wir in unserer Freizeit nicht machen dürfen ist die Sache mit dem Realitätsverlust garnichtmal so weit weg, denn ein ganzes Volk wenn auch nur in Teilbereichen zu bevormunden ist ein Ziel das etwas zu hoch gesteckt ist, und als Grössenwahn ausgelegt werden könnte.

Solange bei mir keine Geisteskrankheit festgestellt wird spiele ich Counterstrike, sozusagen bis der Arzt kommt ;) !!!

MFG
Doppelmoral und Kalkül 2von Unregistrierter User, am 08.03.2007, 10:13
Da Beckstein die Pipi Langstrumpf mimt und sich die Welt so macht wie sie ihm gefällt, mach ich das auch mal.
Das erdrückende Gefühl in Deutschland von mehr Gesetzen und Vorschriften umgeben zu sein, als irgendwo sonst auf der Welt (laut Panorama sind die hälfte aller Gesetzestexte und Vorschriften in deutscher Sprache verfasst), führt zu einem Gefühl der Hilflosigkeit. Doppelzüngige Politiker, die enorme Kopfschmerzen auslösen, wenn sie den Mund öffnen verstärken das Gefühl der Ohnmacht. Wissenschaftliche Studien belegen, dass dies eine der Ursachen ist, die für Amokläufe verantwortliche sind. Politiker folglich kein deut besser als Kinderschänder und sollten verboten werden. :P
Bankraub?von Unregistrierter User, am 08.03.2007, 13:57
<<Dr. Günther Beckstein: Ihr Argument, man müsse selbst Killerspiele gespielt haben, um beurteilen zu können, dass abstoßende Gewaltdarstellungen in den Spielen menschenverachtend sind, ist falsch. Sie wollen doch wohl auch nicht ernsthaft behaupten, dass jemand selbst einen Bankraub begehen muss, um beurteilen zu können, ob dieses Verhalten strafbar ist.>>

Diese Antwort beweist neben all den anderen Dingen, wie hohl das ganze Gerede um KILLERspiele ist. Propaganda pur, im Interesse der Selbstdarstellung und des Partei- und Karrierewohls. Wie kann man das Spielen von Ballerspielen mit menschlich dargestellten Gegnern mit der Durchführung eines Bankraubs vergleichen? Ich spiele ein Ballerspiel nicht mit dem Ziel, eine kriminelle Handlung zu begehn. Bei einem Bankraub will ich gezielt eine kriminelle Handlung begehen.
Wenn jetzt die besagten Spiele verboten werden sollten, ich die aber trotzdem spiele, DANN würde ich erst eine kriminelle Handlung begehen. Aber auch die wäre nicht mit einem Bankraub vergleichbar.
menschenverachtende abstoßende Gewvon Unregistrierter User, am 08.03.2007, 14:13
Ist ja interessant, dass es in den Diskussionen auch immer um die menschenverachtenden abstoßenden Gewaltdarstellungen geht. Die Diskussion fing ja an mit diesen Amokläufen. Und da wurde ja wohl Counterstrike auf den Rechnern gefunden... das war ja wohl das 1. offizielle "Killerspiel", oder?
Wenn ich Counterstrike mit Shootern wie Condemned oder Doom3 verlgeiche, dann muss ich mich fragen, wo denn der Ansatz zu diesen menschenverachtenden Gewaltdarstellungen anfängt... da diese ganzen Typies, die hier heftigst Wind gegen die Shooter machen, selbst meist absolut keine Ahnung von der Materie haben und nur regelmäßig die Bild "lesen" und sich in Panorama "informieren".
Ergo ist ein Spiel 100pro gleich menschenverachtend, wenn auch nur irgendwo ein menschlich dargestellter Gegner rumrennt und dieser dann auch noch mit einer Waffe ausgeschaltet werden kann. Das treibt dann wieder so Blüten wie Roboter statt Menschen, was ja seinen Höhepunkt z. B. in der deutschen Version von Soldier of Fortune 2 gefunden hatte.
Oder dieses Alle-Bluttexturen-raus-Gemache in Spielen wie z. B. im deutschen Half Life, war ja der totale Atmosphärekiller, gerade im ursprünglich dramatisch inszenierten Anfangskapitel des Spiels.

Eine Regelung für Gewalt in Computerspielen ist sinnvoll, daher ja die Ab-18-Freigabe. Aber dieses Index-Geschreie... oh, Mann! Das wird noch was werden.
Das nervt mich eigentlich am meisten, dass ich hier nicht darauf vertrauen kann, dass man eine vernünftige Lösung findet, sondern gleich wieder mit 'nem Schnellschuss in die Vollen gehen will ohne Hirn und Verstand...
...und sich dann wundern, wenn die Bevölkerung der Politik nicht vertraut. Bei den Dampfnasen, die da ständig "ihr Bestes" geben!
Aktives/ Passives Spielenvon Unregistrierter User, am 18.03.2007, 12:58
gamaXX: Sie sagen selbst, dass Sie "Killerspiele" nicht aus eigenem Spielerlebnis, sondern nur von Vorführungen kennen.

Dr. Günther Beckstein: Ihr Argument, man müsse selbst Killerspiele gespielt haben, um beurteilen zu können, dass abstoßende Gewaltdarstellungen in den Spielen menschenverachtend sind, ist falsch.

Da sieht man mal wieder, das der Typ keine Ahnung von der Materie hat. Es ist ein Unterschied, ob ich spiele oder nur zuschaue. Um diese Spiele wirklich zu beurteilen muss man sie erstmal spielen. Man kann sich stundenlang hinter nen Freund setzten und ihm beim zocken zuschaun, aberman sieht nicht, wie er es sieht. Als 3. person sieht man nat. Blut, Gewaltverherrlichung, usw. Aber wenn er sich mal wirklich aktiv an so einem Spiel versuchen würde.....
Er würde es sicherlich in einem anderem Licht sehen.

Abegesehn davon müsste man auch was in den Schulen machen, dammit diese "Verlierer", die dann wahrscheinlicher zu Amokläufern werden könnten, besser integriert werden, sich nicht als Verlierer fühlen. (Leichter gesagt als getan, ich weiß)!

Noch was am Schluss: ich rede nciht aus Erfahrung, deshalb schlagt mir nich gleich den Kopf ab, aber wenn man Bloß Ego-shooter spielt, dann senkt das zwar die Hemmschwelle, aber man hat niemals das gleiche...... Feeeling wie bei echtem Schusswaffentraining, zb aufm Schießplatz. Der Schütze von Erfuhrt war ja auch aufm Schießplatz. Das soll jetzt nicht heißen, das alle, die aufn Schießplatz gehn, Amokläufer sin, aber auch das kann bei labilen Leutz Diese "Gier" nach Macht und Überlegenheit den anderen gegenüber hervorrufen....!

Wie gesagt, nur ne Idee von mir.


MfG
Flo
Frasen nichts als Frasenvon Unregistrierter User, am 19.03.2007, 13:07

gamaXX: Konkret: Was würde das Verbot in der Praxis ändern? Welche Spiele würden vom Markt verschwinden, die momentan erhältlich sind?


Dr. Günther Beckstein: Ein strafbewehrtes gesetzliches Verbot hat Signalwirkung, dass die verbotenen Handlungen als ethisch, moralisch und rechtlich verwerflich gelten. Gesetzliche Verbote haben generalpräventive Wirkung und verringern die "Griffnähe". Ich räume ein, dass Verstöße gegen das Verbot nicht zu 100 Prozent unterbunden werden können. Es werden aber deutlich weniger.



Deutlich weniger? Wer soll das denn glauben im Zeitalter von Torrent und emule.
Ein Verbot weckt doch ehr das Interesse auch von denen, die zuvor ehr nicht an diesen Spielebereich interessiert waren oder bin ich so blauäugig?

Fällt mir noch dazu ein der Film "Tanz der Teufel" wurde ja auch ganz schnell auf den Index gesetzt, also verboten. Totzdem haben ihn tausende gesehen.Jetzt ist er wieder käuflich zu erwerben.

Fazit, wir verbieten erst einmal um den Schwarzmarkt zu beleben und stellen später fest das unsere Thesen falsch waren.




gamaXX: Wie erklären Sie sich, dass die meisten Menschen, die ein Verbot von „Killerspielen“ fordern, selbst keine besonders aktiven Computerspieler sind?

Dr. Günther Beckstein: Ich kenne eine Reihe von aktiven Computerspielern, die genauso wie ich menschenverachtende Gewaltdarstellungen ablehnen. Erfreulicherweise gibt es ein außerordentlich großes Marktsegment vernünftiger Computerspiele, bei denen der Reiz des Spieles auf intelligentere Art und Weise angesprochen wird, als durch das Abschlachten von Menschen.


Klar, Benjamin Blümchen lässt grüßen.
Wenn ich nur 2 Spiele kenne, wieso äußere ich mich dann über Dinge, von denen ich nichts weiß?

Als Beispiel Anno, wird als Strategiespiel vertrieben. Klar der überwiegende Teil des Spieles ist Strategie nur muß ich nicht auch Ländereien erobern und mit ganzen Armee gegnerische Armeen töten. Dann sind da ja auch noch Piraten die ich töten muß / kann.
Fazit, ich kauf mir bald ein Schiff, suche mir Gleichgesinnte (Treffpunkt Berliner Ring Autobahn) und wir laufen gemeinsam amok.
Nehmen wir Sportspiele (Boxen) zählt also nicht zur Gewalt.
Wenn ich auf der Straße jemanden boxe zählt das doch schon als Köperverletzung oder?
Sind nun diese Spieler auch gefährdet, weil sie ja jemanden boxen könnten?

Weil 2 Amokläufer "Killerspiele" gespielt haben werden diese verboten.
Die nächsten 2 Amokläufer sind dann sehr warscheinlich mit dem Auto unterwegs.
Hurra wir können Autorennspiele verbieten.
Axso ja ich bin ja bald mit dem Schiff unterwegs, sorry ihr lieben Annospieler, aber das Spiel ist bald auf dem Index.

Nun mal ernsthaft. Ein verbot ist doch keine Lösung.
Alternativlösungen wären doch viel angebrachter.
Sollte man nicht den Jugendlichen möglichkeiten schaffen sich anderweitig zu beschäftigen.
Das betrifft gerade die sozial schwachen Bereiche, da diese nun mal nicht über die notwendigen Mittel verfügen und somit ausgegrenzt werden und in eine eigene virtuelle Welt abtauchen.

Als Beispiel: Ein Computerspiel kostet 40 - 80 Euro ca. und hält ein Lebenlang. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ca. 50 - 100 Euro jählich und dazu kommen noch die regelmäßigen Kosten für die Ausstattung (MHD 1 Jahr ohne verlängerung).
Folglich ist auf lange Sicht das PC Game als bevozugt zu bewerten.
Das soll jetzt aber nicht heißen die Computerspiele sind zu billig wir machen diese einfach teurer.
Man sollte eigentlich nur Möglichkeiten schaffen, die Jugendlichen vom PC wegzulocken und sich anderweitig zu beschäftigen.

Tausche "Killerspiel" gegen Jahresbeitrag einer Fußballmanschaft.
Das wäre doch einmal eine sinnvolle Lösung.

Aus dem Interview kann ich leider nur entnehmen, dass der Herr Beckstein zwar erkannt hat, dass ein Handlungsbedarf vorhanden ist, er sich aber nur an irgend welchen Gesetzesänderungen festkrallt (wenn es danach geht müsste so einiges geändert werden da es veraltet ist) und konstruktive Lösungsvorschläge Mangelware sind.

Herr Beckstein, setzen Sie sich doch einfach mal mit den Killlerspielern an einen Tisch und diskutieren mit denen was getan werden muß um diese vom PC wegzulocken.
Zeitaufwant 5 Stunden.
Zeitaufwand einer Gestetzesänderung ....
Ich glaub das nennt man dann Arbeitsproduktivität.
Nur wer die Ursachen kennt, kann diese auch wirksam bekämpfen.

MfG ein ein Lightkillerspieler
Soll er doch!von Unregistrierter User, am 20.03.2007, 08:36
Soll er mal machen....regt die kreativität der Underground-szene an!!-> WER ZULETZT LACHT....
Man könnte meinen Beckstein leidet unter Alkoholentzug und damit verbundenen Wahnvorstellungen...in Bayern ist/wäre das ja nix neues;)!...Was will er nochmal verbieten? Ach ja: Software!*Prust*
Bankraub<=> Computerspiel?von Unregistrierter User, am 28.03.2007, 17:02
Meint unser sehr verehrter Herr Beckstein wirklich, dass eine Virtuelle Tat mit dem Entwenden von fremden Eigentum und möglicherweise dem Bedrohen von Menschenleben Gleichzusetzen ist?
Das spielen von Computerspielen wird normalerweise mit der Absicht Spass zu haben Ausgeführt.Ob dieser Spass nun darin besteht Häuschen zu bauen, sich als Herrscher eines Volkes zu versuchen oder einfach nur des Adrenalins wegen,welches durch die Herausforderung ausgeschüttet wird( sei es nun bei CS oder von mir aus Age of Empires).
Alle diese Dinge werden getan ohne das etwas passiert(im normalfall, es sei denn jemand psychisch labiles spielt dieses Spiele,die Chance sollte in etwa 1 zu 1.000.000 sein, außerdem kommt hinzu das diese Person noch andere Probleme haben MUSS die einen soweit treiben)
Bei einem Bankraub hingegen passiert 100von100mal etwas ,dass der Gesellschaft schadet.
Also irgentwie hinkt dieser Vergleich.

Außerdem sind diese Beschuldigungen Ausdruck einer Art des Rassismusses,anstatt das es heißt die Person ist ein/e Farbige/r oder sie ist Jude ,heißt es nun sie ist ein/e Computerspieler/in und somit böse und der Gesellschaft schädlich. Alle diese 3 Formen sind Haltlose Beschuldigungen, die jemand aus Angst,Hass oder dem streben nach Macht erfunden hat.
Ich will weis Gott nicht sagen das Herr Beckstein ein Rassist ist (zumal ich vermute, das er sehr wohl klagen gegen Killerspieler erheben könnt),jedoch weisen seine Handlung einen Grundzug der Aspekte des Rassismusses auf.

Das ist nämlich wie, als wenn man sagen würde ein Bankräuber hat manchmal gepokert, das Pokern ist ein Grund für der Bankraub und somit den Verkauf aller Kartenspiele verbieten würde die das Pokern ermöglichen würden (ganz zu schweigen von Sendungen wie:"Die Prosieben Pokernacht")

MfG
Alle d
Herr Schmeiß Hirn nach Bayernvon Unregistrierter User, am 08.04.2007, 13:22
... und errichte dann eine Mauer drumherum
ja da schau her...von Unregistrierter User, am 14.04.2007, 19:04
""Das System hat aber auch eine grundsätzliche Schwäche: Besonders gefährdet sind auch junge Erwachsene im Alter von 18-25 Jahren, die durch Jugendschutzbestimmungen nicht erreicht werden können.""
aha...verstehe...wirklich dumm das man mit 18 volljährig ist und der herr bimsstein einen nicht mehr an den karren fahren kann...naja dann halt so...manchmal frage ich mich echt in was für einem Irrenhaus ich hier gelandet bin...also bei der ersten Gelegenheit hau ich ab und mach mich weg hier...und da wundern sich die damen und herren politiker noch über politikverdroßenheit, wählermangel und mangelnden nachwuchs was arbeitskräfte angeht...also ich mach da nicht mit, a-lecken!
volk steh auf und sturm brich los...
Sehr dürftiges argumentvon Unregistrierter User, am 02.05.2007, 20:53
Was ich nicht verstehe ist, wie sich unser Beckstein diese Einladung entgehen lassen: Spieler berichten nämlich gerade, dass sich beim aktiven Spiel die Wahrnehmung ändert
Die passende Antwort wöre gewesen:
Und da liegt das Problem
Luftvon Unregistrierter User, am 14.10.2007, 12:21
Alle Amokläufer atmen Luft, sollte man diese nun verbieten?
ich findevon Unregistrierter User, am 13.03.2009, 17:08
diese Diskussion ist richtig sinnlos und sie langweilt mich. Wenn man von etwas keine Ahnung hat und es einen nicht betrifft, ist man so asozial und lässt es halt verbieten. Ich selbst bin Nichtraucher und habe das damalige Rauchverbot genauso schwachsinnig gehalten...
Warum haben die meisten Amokläufer "Killerspiele" gespielt?
Ganz einfach, 80 % der Jugendlichen in diesem Alter haben einfach ein "Killerspiel" daheim oder schon mal ausprobiert und dann ist es einfach kein Wunder, ein solches bei dem Täter zu finden. Die Ursachen für den Amoklauf sind woanders zu suchen, hauptsächlich beim Elternhaus. Kein Mensch mit gutem privatem Umfeld und einen liebenden Eltern ist zu so etwas fähig.
Ich selbst bin gerade 18 Jahre alt geworden und bin zwar kein Hardcore-Gamer, das ein oder andere Computerspiel macht aber jeder mal. Bei der nächsten Bundestagswahl hatte ich eigentlich vor, CDU zu wählen. Nur wenn ich so sehe, was diese so von sich gibt, wird das wohl nichts...
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