Test: Das schwarze Auge - Drakensang Neue Abenteuer in Aventurien
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von: Frank Keilacker |
Lange, lange Zeit war es auf dem PC still um die ?Das schwarze Auge?-Reihe. Nach der 1996 beendeten Nordlandtrilogie verliefen alle entsprechenden Projekte zur Wiederbelebung auf dem Computer im Sand. Doch jetzt ist mit ?Drakensang? endlich ein Nachfolger erschienen, der auch international Erfolg haben soll. Ob dem Spiel die Queste gelingt, sowohl Neueinsteiger als auch Veteranen zu fesseln, lesen Sie in unserem Review.
Qual der Wahl
Zu Beginn steht der Spieler nach einem netten Intro gleich vor der Qual der Wahl. Zahlreiche Charakterklassen warten auf ihren Einsatz, die vom menschlichen Krieger, Dieb oder Magier über elfische Waldläufer und Zauberweber (so etwas wie ein Druide) bis hin zu zwergischen Sturschädeln reichen. Zwar lässt sich mit Ausnahme der Amazone und der drei Zwergenklassen das Geschlecht frei wählen, am Aussehen der Figuren selbst darf man allerdings leider nicht feilen. In einem optionalen Expertenmodus können aber wenigstens die Werte nach Belieben angepasst werden. Wer sich mit deren Steigerung nicht zum Start befassen möchte, kommt aber trotzdem später nicht umhin, sich genauer über diese zu informieren.
Denn um voranzukommen, sind diese Werte äußerst wichtig, die von Kampfrelevantem über die Kommunikation mit anderen bis hin zu Naturkunde, Zaubern und Diebesfertigkeiten reichen. Während des Spiel erlangt man immer wieder Abenteuerpunkte, die sofort in entsprechende Skills investiert werden können, der reine Stufenanstieg einer Figur ist dagegen nur für wenige Dinge wichtig. Mit den später deutlich höheren Abenteuerpunkten darf man sogar an den Attributen seines Charakters rütteln und so dem schmächtigen Zauberer zu etwas mehr Körperkraft verhelfen. Das komplexe DSA-Regelwerk verhilft dem Spiel halt zu seinem Grundgerüst, Einsteiger müssen deshalb erst einmal dessen Funktionsweise verstehen.
?Drakensang? nimmt sie dabei allerdings zu wenig an die Hand, wie diverse Nachfragen rollenspielerfahrener Gamer bei mir beweisen. Nach einer Weile versteht man allerdings die Funktionsweise, zumal das komplette Regelwerk von ?Das schwarze Auge? auch als PDF dem Spiel beiliegt. Eine optionale Autolevel-Funktion hätte das Spiel trotzdem deutlich einsteigerfreundlicher gestaltet.
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