Test: Top Spin 3 Aufschlag auf der Wii
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von: Rafael Rau |
Nach Wii Sports Tennis und Sega Superstar Tennis steht nun mit Top Spin 3 ein weiterer Tennis-Titel in den Händlerregalen. Der Name steht für großartige Tennisaction, allerdings bisher nur auf Xbox und Playstation. Ob das erste "richtige" Tennisspiel auch auf der Wii überzeugen kann, lesen Sie in unserem Test.
Endlich die Erfüllung?
Lange hat die Spielergemeinde auf einen Tennistitel für die Wii gewartet, der nicht nur Arcade ist und sich nicht einzig auf fuchtelnde rechts-links Bewegungen beschränkt (auch wenn Wii Sports-Tennis das sehr gut macht). Mit Top Spin 3 ist nun ein Titel draußen, der voller Vorschußlorbeeren ist: schöne Optik, eine eingängige Steuerung sowie ein Karrieremodus inklusive rollenspielähnlichen Elementen. Eigentlich alles, was ein guter Tennistitel benötigt, um zu fesseln. Auf der Wii jetzt noch das Knöpfedrücken durch realistische Bewegungen ersetzen und man hat DEN Sporttitel für Konsolen...sollte man denken. Denn ganz so einfach scheint die Umsetzung und das Zusammenspiel der Erfolg versprechenden Komponenten nicht zu sein.
Matchball nicht verwandelt
Was man aus den Vorgängertiteln oder auch Konkurrenzprodukten wie Roland Garros kennt, fehlt in der Wii-Version (wie schon so oft). Mal wieder wurden die Nintendojünger mit einer Lightversion abgespeist, denn in Top Spin 3 gibt es keinen Karrieremodus, in dem der eigene Spieler gepusht werden kann, ebenso wenig kann eine Tennislaufbahn mit einem vorgegebenen Profi bestritten werden. Stattdessen darf man in einem Wettbewerbsmodus antreten, in dem es acht Turnieraufgaben zu meistern gilt. Also alles andere als ein gleichwertiger Ersatz.
Nun könnte man darüber vielleicht hinwegsehen, wenn denn ein Duell via Internet möglich wäre. Doch aus unerfindlichen Gründen hat Top Spin 3 keinen Onlinemodus, wobei dieser doch besonders bei einem 1-on-1- oder 2-on-2-Titel prädestiniert wäre.
Na gut, wenn hier gespart wurde, muss es ja eine ordentliche Portion Minispiele geben. Tja, Pustekuchen, denn Top Spin 3 liefert genau drei Minispiele: Tempomodus, Schlüsselmatch und „Der Unbezwingbare“. Kreativ ist anders, denn in Ersterem wird ein Spiel im Tie-Break ausgefochten, während der Unbesiegbare wohl für sich spricht. Im Schlüsselmatch kann man mit bis zu vier Spielern ein reguläres Match spielen, der Sieger geht allerdings aus den Statistiken wie Aufschlagquote oder Volleyspiel hervor. Da bietet selbst der Arcadetitel Sega Superstars Tennis deutlich mehr Abwechslung.
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