Test: Seven Kingdoms: Conquest Spiele, die die Welt nicht braucht
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von: Tobias Neumann |
In Seven Kingdoms: Conquest übernehmen Sie die Führung über Menschen und Dämonen, werfen sich in flinke Skirmish-Schlachten und braten dem Gegner strategisch eins drüber ? sollte man meinen. Nach den vorhergehenden Titeln der Serie Seven Kingdoms waren die meisten Menschen guter Dinge, doch wie schnell sich Vorfreude in Enttäuschung wandeln kann, erfährt man an diesem Titel mustergültig.
Von gestern
Mit einiger Verspätung erblickte Seven Kingdoms: Conquest das Licht der Leuchtstoffröhren in Super- und Mediamärkten. Sieben Königreiche stellen sich zum fundamentalen Kampf zwischen Menschen und den Kreaturen der Hölle. Zur Auswahl stehen verschiedene Spielmodi: Kampagne, Skirmish und Multiplayer. Doch auch hier zeigt sich schon die erste Mogelpackung: Die Entwickler haben für jeden Modi quasi dieselben Inhalte gewählt, so lassen sich alle Kampagnenmissionen sowohl im Skirmish als auch im Multiplayer durchspielen und das sogar schon ohne die Kampagne absolviert zu haben.
Auch diese würde Sie übrigens nicht an eine feste Reihenfolge der Missionen binden. Lediglich eine kurze Textpassage zu Beginn der Kampagnenmissionen schildert den kurzen und eher wenig interessanten Plot der erdachten Geschichte. In der (wohl gemerkt Kampagnen-) Schlacht spielt der Titel dann die immer gleich aufgebauten Konflikte des Spiels aus: Jede Seite hat eine mehr oder wenig gut entwickelte Stadt der Antike und muss sich innerhalb kürzester Zeit weitere Dörfer unter den Nagel reißen, um Rohstoffe und Einheiten produzieren zu können. Sie können diese Dörfer mit eiserner Faust aber auch mit diplomatischem Geschick auf Ihre Seite bringen, ausbauen und verschiedene Güter wie Gold und Nahrung produzieren, um Ihre Hauptstadt und damit auch Ihr kriegerisches Vorgehen gegenüber dem Gegner zu unterstützen.
Balancing und Spielgefühl
Um es kurz zu halten: Quasi nicht vorhanden. Die Nationen spielen sich alle gleich, teure und schwere Einheiten lassen sich erst produzieren, wenn die Schlacht bereits entschieden ist. Generell wechselt sich der Spielrhythmus zwischen Langweile und Herzkasper-Hektik immer wieder ab, da auch die KI nicht unbedingt leicht zu bezwingen ist. Die ständig gleiche Vorgehensweise des Dörfer-Einnehmens und -Ausbauens bewirkt schon nach kurzer Zeit eine eher negative Routine. Vor allem da sich einzunehmende Dörfer immer nur als ein einziges Gebäude entpuppen, aus dem die KI immer wieder frische Einheiten schickt ? nervig!
Doch auch für das Auge hat das Spiel rein gar nichts zu bieten. Die Grafik ist seit mehreren Jahren um einige Längen überholt und steht selbst neben der Engine von Starcraft und Co. als Verlierer da. Ähnlich verhält es sich auch mit der musikalischen Gestaltung.
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