Test: Everybody's Golf: World Tour Mal gemütlich ein Eisen schwingen
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von: Patrick Drexler |
Everybody's Golf World Tour ist genretechnisch gesehen sehr einsam auf der Playstation 3, dementsprechend war es schwierig, direkte Erwartungen an den mit Anime-Charakteren bestückten Tiger Woods-Klon zu stellen. Aber in diesem Fall hat es ohnehin keine Konkurrenz gebraucht, um feststellen zu können, dass es sich bei Sonys Golf Tour um eine Perle handelt ...
Bereits vor etwa 10 Jahren feierte der erste Teil der Serie sein Debüt, einige Jahre danach schafften es über 20 GolferInnen auch auf die Playstation 2. Mittlerweile ist die nächste Generation angereist, allerdings mit wenig Gepäck. Denn zu Beginn wird schnell ersichtlich, dass Everybody's Golf: World Tour angesichts des geringen Umfangs nur von kurzer Dauer ist. Da schafft auch ein Online-Modus nur geringfügig Abhilfe. Noch mehr Salz in die Wunde gießt außerdem eine (anscheinend zum Trend gewordene) 20-minütige Installation vor Spielbeginn.
Bis zu vier SpielerInnen können gleichzeitig gegeneinander antreten, zur Verfügung stehen ihnen dafür sechs abwechslungsreiche Golfkurse, halb so viele wie beim Vorgänger, die sichtlich mit Liebe zum Detail kreiert wurden. Gewählt wird zwischen 15 Anime-Charakteren, die sich im Gegensatz zum PSP-Pendant nicht beliebig umkleiden lassen - leider. Dafür hat man aber eine erfrischende - wenn auch nur geringfügige - Neuerung in die Spielmechanik implementiert: Anders als bisher funktioniert das Schlagen vom Tee. Der Abschlag wird mit dem Betätigen des Knopfes vorbereitet, anschließend legt man die Stärke fest. Zum Schluss kommt die Genauigkeit. Toll dabei ist, dass man beim Kraftaufwand auf einen der gewöhnlichen Balken verzichtet hat und das Schlagen gewissermaßen nach Augenmaß funktioniert. Das macht das Spielgeschehen dynamischer und entlastet die mit Anzeigen überladene Bildfläche.
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