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Test: Guild Wars: Nightfall |
von: Andreas Märklin |
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Ich will noch mehr! Bei einem dritten Kapitel ist man als Entwickler erwartungsgemäß im Zugzwang, was lohnenswerte Neuerungen angeht ? mit zwei neuen spielbaren Klassen ist es sicherlich nicht getan. Eine Sammlung neuer Fertigkeiten für alle alten Klassen ist Ehrensache; sogar Assassine und Ritualist ? Exklusivklassen der zweiten Kampagne ? erhalten neue Skills. Die taktische Tiefe wird damit weiter erhöht, wobei Ungleichgewichte mancher neuen Fertigkeiten noch in den folgenden Monaten durch die Live-Update-Technik ausbalanciert werden. Durch die neuen Fertigkeiten ist es möglich und nötig, eingefahrene Spielweisen zu überdenken und umzustrukturieren. Wie sich bereits zeigt, ist damit auch für alte Hasen genug Herausforderung vorhanden. Des weiteren lässt ein ganzer Katalog neuer Waffen und Rüstungen Spielerherzen schneller pochen, Sammler und Individualisten streben nach neuer Optik, um sich weiter abzuheben. Endlich haben bisher wertlose Materialien einen Einsatz als Rüstungsrohstoff, das neue Erscheinungsbild der erwerbbaren Rüstungen wurde komplett von den Rüstungseigenschaften entkoppelt. Erst durch Aufrüsten mittels so genannter Befähigungen erhält ein Rüstungsteil seine über den allgemeinen Rüstschutz hinaus gehenden Eigenschaften. Der wesentliche Vorteil: Teure Rüstungen können für schmales Geld den geänderten Wünschen angepasst werden, ohne dass man sie wie bisher komplett in die Tonne kloppen muss. Ähnliches gilt für des Spielers Waffenarsenal. Durch die Einführung der Inschriften sind vormals unveränderliche Eigenschaften von Waffen durch Überschreiben mit anderen Inschriften anpassbar. Außerdem wurden neue Aufrüstungskomponenten hinzugefügt. Besonders erfreulich dürften hierbei die Möglichkeiten ankommen, erstmals auch die Zweithand-Gegenstände wie Schilde oder Energie-Foki nach eigenen Wünschen aufzurüsten. Wieder ein Schritt in Richtung ultimativ angepasster Spielerfigur. Besonders schön: Die Fertigkeitsauswahl und Attributsverteilung lassen sich speichern und beliebig aufrufen ? Umskillen in Sekundenschnelle. Bei PvP-Charakteren ist zudem noch die Rüstungszusammenstellung speicherbar und ermöglicht eine schnelle Einstellung auf die Erfordernisse. Das komplette Löschen und Neuerstellen des PvP-Charakters, das zu großen Verzögerungen führte, gehört endlich der Vergangenheit an. Der Held ? was er verspricht Die wohl größte Neuerung, die mit Nightfall in die Welt von Guild Wars Einzug hält, kommt leidgeprüften Spielern entgegen, die durch die manchmal schwache KI der computergesteuerten Gefolgsleute öfters entnervt waren. Im Spielverlauf begegnet man bis zu zwölf speziellen Charakteren, die sich dem Spieler dauerhaft anschließen möchten. Anders als die gewöhnlichen Gefolgsleute können sie wesentlich differenzierter auf Spielerwünsche zugeschnitten werden: Von der Wahl der Zweitklasse bis zur Ausstattung mit Waffen und Rüstungsupgrades ist alles möglich. Alle für den Spiel-Account freigeschalteten Fertigkeiten können in die Skillleiste der Helden gepackt werden. So lassen sich gezielt eigens erprobte Strategien auch auf die Computergefährten ausweiten. Bis zu drei Helden gleichzeitig können den Spieler begleiten, durch gezielte Steuerungsbefehle mittels Setzen von Flaggen ist eine individuelle Führung seiner Recken kein Problem. Zusätzlich können drei verschiedene Grundhaltungen ? offensiv, defensiv, flüchtend ? eingestellt und einzelne Fertigkeiten blockiert oder auf Befehl angefordert werden. Mit einem vollen Heldenmenü wird durch dieses Mikromanagement die eigene Multitaskingfähigkeit ordentlich herausgefordert. |
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