Test: Earth 2160

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Test: Earth 2160
Die Zukunft der Menschheit entscheidet sich


von: Olaf Bernhard

Nach den Vorgängern von 1996 und 1999 ist es Zeit für ein runderneuertes "Earth 2160". Der Strategieepos, der in 10 Jahresintervallen jeweils ein Jahr der Menschheitsgeschichte präsentiert, lässt Sie den Kampf um den Mars mitbestimmen. Ob der Rote Planet eine würdige Heimat werden kann, erfahren Sie im Test von gamaXX.

Anno 2140 und 2150

Die Menschheit, verkörpert durch die Eurasian Dynasty (ED) und die United Civilized States (UCS), scheint sich im Jahr 2140 nur noch mit Gewalt verständigen zu können und bricht einen verheerenden Nuklearkrieg vom Zaun, der durch seine ungeheure Zerstörungskraft sogar das Magnetfeld der Erde destabilisiert. Damit sind die Tage des Blauen Planeten gezählt und die Parteien versuchen in einem letzten Kraftakt Raumschiffe für die Besiedlung des Mars an den Start zu bringen. Doch in Sachen Kolonisierung ferner Welten hat die Lunar Coorporation (LC) einen gehörigen Vorsprung, da sie bereits den Mond bevölkert. Die Vorzeichen für einen neuen Abschnitt des Lebens auf dem Mars sind also gesetzt.

Nix gelernt

Und wieder geraten die Parteien um die Besiedlung des Mars in Konflikte. Lauter Sturköppe könnte man meinen. So gibt es neue Technologien, neue Einheiten aber auch neue Feinde und tiefgründige Geheimnisse zu lüften. Die ersten Missionen der jeweiligen Parteien dienen daher dem Zweck sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen und wichtige strategische Vorteile gegenüber den anderen Parteien zu sichern. Schon hier wird deutlich: "Earth 2150" richtet sich an fortgeschrittene Strategen; Anfänger werden mit den schwierigen Missionen sehr zu knabbern haben.

Missionsdesign

In den Missionen selbst erledigen Sie ein breites Spektrum an Aufgaben: Eskortierung eines Gefangenen, Einnehmen von strategischen Punkten auf der Karte, Zerstörung aller gegnerischen Einheiten. Dabei ziehen sich die jeweils sieben Missionen einer von vier Kampagnen manchmal sehr in die Länge. Ein paar feinere Unterteilungen hätten der Motivation gut getan. Vor allem ist ärgerlich, dass es sehr wohl passieren kann nach drei Stunden Armeeaufbau und Angriff auf die Feindbasis wieder mit leeren Händen dazustehen. Haben Sie die taktischen Fähigkeiten des Gegners unterschätzt, müssen Sie von vorne beginnen. Deshalb ist die Schnellspeichertaste Ihr liebster Freund, wenn Sie die Armee in die Schlacht ziehen.

Steuerung

Dabei kommt es nämlich gerne vor, dass die Einheiten entgegen jeder Ihrer Anweisungen wild umhertorkeln. Die Wegfindung versagt dabei leider gerade an den komplexen Stellen des Spiels, was unweigerlich zu einem Neuladen führt. Ein Beispiel: In einer Mission der ED müssen Sie Ihre Einheiten vor den Gegnern verstecken und dennoch zum Großangriff auf die Basis blasen und einen virtuellen Agenten ins Computersystem einzuschleusen. Rücken Sie dann mit Ihrer Armee vor, die sich je nach Einheitentyp verschieden schnell auf der Karte bewegt, bildet sich an engen Schluchten ein regelrechter Keil und Einheiten suchen von sich aus einen (in dieser Mission verheerenden) alternativen Weg. Sie laufen so ungewollt vom Spieler in die gegnerischen Einheiten und die Mission wird fortan erheblich schwerer.
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